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Welcher Zusammenhang besteht zwischen Krankheits-Symptomen und chronischem Stress?

Welche Auswirkungen hat akuter Stress auf meinen Körper?

Stress löst über das Nervensystem verschiede Reaktionen in unserem Körper aus: unter anderem werden Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Dadurch schlägt das Herz schneller und stärker, der Blutdruck steigt an. Wichtige Organe wie Muskulatur und Gehirn werden verstärkt durchblutet. Dadurch wird die Konzentrationsfähigkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers stimuliert, die natürliche Müdigkeit wird unterdrückt. Weitere Auswirkungen auf den Körper sind: verstärkte Atmung und auch erhöhte Schweissproduktion.

All diese Effekte helfen dem Körper in einer akuten Gefahrensituation sich sekundenschnell auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. Dieser beschriebene Vorgang war in früheren Zeiten für den Menschen existenziell.


Warum wirkt sich chronisch erhöhter Stress negativ auf meinen Körper aus?

Chronisches Vorhandensein von Stress unterdrückt für den Körper wichtige regenerierende und erholende Vorgänge. In Stress-Situationen werden die energiegewinnenden Vorgänge, wie zum Beispiel das Verdauungssystem verlangsamt. Dies äussert sich als Magenbeschwerden wie Magenbrennen, Magengeschwür, Verstopfung und andere Darmprobleme. Im Herz-Kreislaufsystem resultieren Herzrasen, Herzstechen und erhöhter Blutdruck. Im Nervensystem verspürt der Mensch eine gesteigerte Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit. Aber auch das Immunsystem ist betroffen. Chronisch erhöhter Cortisol-Spiegel vermindert die Aktivität des Immunsystem und diverse Erkrankungen (auch Autoimmunerkrankungen) brechen aus.


Objektiv gesehen, bin ich gar nicht so gestresst!

Tatsache ist, dass neben physischen Reizen viele psychische Reize die beschriebenen Reaktionen des Körpers aktivieren. Psychische Reize werden zunächst in den emotionalen Zentren des Hirns bewertet. Falls die Reize als bedrohlich eingestuft werden, wird das Stress-System aktiviert und die beschriebenen körperlichen Zustände laufen ab. Die Einflüsse, die der Organismus als emotional belastend interpretiert sind die stärksten Trigger für die Stressaktivierung. Wichtige auslösende psychische Faktoren sind Unsicherheit, Konflikt, Mangel an Kontrolle und Informationen und Mangel an emotionalen Bedürfnissen. Wir sehen, dass stressauslösende Faktoren nicht immer objektive äussere Bedrohungen oder mögliche physische Katastrophen sind, häufiger sind es sehr subjektive innere Wahrnehmung, welche für unseren Stress verantwortlich sind.


Wenn der Körper "NEIN" sagt

Problematisch wird es, wenn der Mensch jahrelang, meistens seit der Kindheit, durch unbefriedigte emotionale Bedürfnisse einen erhöhten chronischen Adrenalin und Cortisol Spiegel hat. Dann drückt sich das Zusammenspiel von negativen Emotionen, Nervensystem und Immunsystem in verschiedenen Erkrankungen aus. Die ausgelösten Erkrankungen können häufig nicht zur Zufriedenheit des Patienten therapiert werden. Diese müssen einen mühsamen Leidensweg und eine Begutachtung durch verschiedenen Spezialisten über sich ergehen lassen.


Ich kann Ihnen mit psychologischer Beratung helfen, Ihre Emotionen zu verstehen und liebevoll zu integrieren und dadurch einen Heilungsprozess zu ermöglichen.


Literatur zum Vertiefen: "Wenn der Körper nein sagt" von Dr. Gabor Maté, Unimedica Verlag

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